Alltagsfrage: Wie bleibt Brot länger frisch?

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Aktualisiert am 18. Oktober 2019, 09:35 Uhr

Frisches Brot schmeckt zu jeder Jahreszeit. Mit der richtigen Lagerung haben Sie länger etwas davon.


Frisches Brot ist immer ein Genuss. Damit es länger frisch bleibt, sollte es nach dem Kauf aus der Verpackung genommen werden. So kann die Luft besser zirkulieren. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich Wasser ansammelt, wodurch Schimmel oder Keime entstehen können.

Auch handelsübliche Papierbeutel sind nicht ideal für die Aufbewahrung. Sie entziehen dem Brot Feuchtigkeit und lassen es schneller austrocknen.

Brot frisch halten: Schonend auftauen

Geeignete Behältnisse für die Backware sind Brotkästen oder Gefäße aus Keramik sowie Ton. Sie sind atmungsaktiv, sorgen für einen guten Austausch von Luft und Feuchtigkeit und verhindern auf diese Weise sowohl Schimmelbildung als auch ein vorzeitiges Austrocknen. 


Zudem sollte angeschnittenes Brot immer mit der Schnittseite nach unten aufbewahrt werden. So bleibt es länger frisch.

Der Nachteil an solchen Gefäßen: Das Aroma des frischen Brotes verfliegt nach wenigen Stunden, und bei hohen Temperaturen verdirbt es innerhalb kürzester Zeit.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät deswegen, Brot einzufrieren, wenn Sie es nicht in wenigen Tagen aufbrauchen können. So bewahren Sie den Geschmack und es ist länger haltbar.

Nach dem Kauf sollte das Produkt am besten in Scheiben geschnitten und portioniert eingefroren werden. Dadurch können Sie das Brot auch wieder einzeln auftauen.

Dabei ist es vor allem wichtig, einen geschlossenen Behälter zu verwenden. Dafür eignet sich zum Beispiel ein luftdichter Gefrierbeutel. Alufolie ist nicht geeignet.

Wenn Sie das Brot schonend auftauen, schmeckt es wieder wie frisch gekauft. Stecken Sie die eingefrorenen Scheiben in den Toaster, bekommen Sie das klassische Toast-Aroma.

Im Kühlschrank sollten Sie Brot allerdings auch bei hohen Temperaturen nicht lagern. Dort trocknet es nur aus. (ff/mit Material der dpa)


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Diese Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Ob nun Zwiebeln, Tomaten oder Honig: Einige Lebensmittel werden vermehrt in Kühlschränken gelagert. Viele Produkte mögen die Kälte allerdings gar nicht und verlieren dadurch sogar Geschmack und ihre Qualität.


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Ballaststoffe: Sie helfen beim Abnehmen - und machen gesund

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Von Nina Bürger

Aktualisiert am 16. Oktober 2019, 11:01 Uhr

Wer ein paar Pfunde abspecken will, sollte zu den richtigen Nahrungsmitteln greifen. Denn die können echte Wunder bewirken - nicht nur, was das Gewicht angeht.


Abnehmen ist gar nicht so schwer – wenn man zu den richtigen Lebensmitteln greift. Dabei kann sich selbst ein Vollkornbutterkeks positiv auswirken. Das Geheimnis liegt in den Ballaststoffen, denn die sind wahre Alleskönner: Sie helfen beim Abnehmen, senken das Cholesterin und reduzieren sogar das Darmkrebs-Risiko.

Unter Ballaststoffen versteht man faserartige Pflanzenbestandteile, die für den menschlichen Körper nur teilweise verdaulich sind. Sie finden sich wie auch Vitamine und Mineralstoffe in den Randschichten des Getreidekorns. Dem Vollkornmehl bleiben die Ballaststoffe erhalten, bei hellem Mehl werden sie industriell entfernt. 

Der Griff zur Vollkornvariante von Brot, Nudeln und Reis im Supermarktregal ist also immer eine gute Idee. Die gesunden Pflanzenbestandteile finden sich aber nicht nur in Getreide, sondern besonders auch in Nüssen und Hülsenfrüchten wie Linsen und Bohnen sowie in Gemüse und Obst.

Ballaststoffe sind wahre Alleskönner - und helfen beim Abnehmen

Ballaststoffe können beim Abnehmen helfen, weil sie für eine längere Verweildauer der Nahrung im Magen sorgen und das Sättigungsgefühl verlängern, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) informiert. Zudem fördern sie die Verdauung. 


Abnehmen durch bewusst Essen

Regelmäßig mit ausreichend Flüssigkeit verzehrt, können Ballaststoffe Beschwerden wie Verstopfung vorbeugen und behandeln. Die Fasern quellen nämlich im Darm auf, erhöhen so das Stuhlvolumen und regen die Darmbewegung an. Sie halten den Stuhlgang dadurch weich und können deshalb auch bei unangenehmen Hämorrhoiden hilfreich sein.

Zusätzlich lassen sich die Cholesterinwerte durch Ballaststoffe positiv beeinflussen. Letztere können, so die DGE, einen Teil des Cholesterins im Darm binden und so den Cholesterinspiegel im Blut senken. 

Darmkrebs-Risiko durch Ballaststoffe kleiner

Im Dickdarm wirken Ballaststoffe besonders effektiv: Sie liefern den dort vorhandenen Mikroorganismen Nährstoffe und fördern ihr Wachstum. Viele von ihnen im Darm sind gesund, weil sie das Immunsystem stärken. 


Wer regelmäßig Ballaststoffe isst, kann darüber hinaus vielen Krankheiten vorbeugen. Zu ihnen zählen Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Dickdarmkrebs. Letzteres ist der Fall, weil die Ballaststoffe dafür sorgen, dass krebserregende Stoffe nicht lange mit der Darmschleimhaut in Berührung kommen.

Gesunde Ernährung ist gar nicht so schwer

Für eine gesunde Ernährung empfiehlt die DGE den täglichen Verzehr von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen. Wenn Sie bei den Mahlzeiten bei einigen Produkten zur Vollkornvariante greifen und die richtigen Obst- und Gemüsesorten essen, ist es gar nicht so schwer, diesen Wert zu erreichen. 

Zum Vergleich: Zwei Scheiben heller Toast enthalten nur 1,5 Gramm Ballaststoffe. Bei einer Scheibe Vollkornbrot sind es bei knapp 100 Kilokalorien schon vier Gramm. 200 Gramm helle Nudeln liefern 3,8 Gramm Ballaststoffe, die Vollkornvariante schon 10,2 Gramm.

Auch Kekse können Ballaststoffe liefern

Selbst beim Naschen ist es möglich, die Ballaststoffmenge positiv zu beeinflussen. Wer drei Butterkekse isst, nimmt nur ein halbes Gramm zu sich. Beim Verzehr der gleichen Menge mit Vollkorn sind es schon 2,6 Gramm. 

Bei Brot, Brötchen und Gebäck sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Vollkornanteil tatsächlich hoch ist. Bäckereien färben ihre Produkte teilweise nur dunkel, damit sie gesund aussehen. Bei Süßwaren kann es sein, dass der Vollkornanteil nur sehr gering, dafür aber viel Zucker enthalten ist. Am besten fragen Sie beim Bäcker oder im Reformhaus nach.

Unter den Gemüsesorten ist Rosenkohl ein besonders guter Ballaststoff-Lieferant: 200 Gramm enthalten 8,8 Gramm. Auch der Verzehr von Brokkoli ist dankbar: 200 Gramm liefern sechs Gramm Ballaststoffe. Bei einer rohen Paprika sind es vier Gramm und mit einer Kiwi verzehren Sie 2,9 Gramm der gesunden Pflanzenfasern.

Wer auf einen Schwung besonders viele Ballaststoffe zu sich nehmen möchte, greift am besten zu Leinsamen. Ein gehäufter Esslöffel liefert satte acht Gramm Ballaststoffe. 

Auch Trockenfrüchte, Mandeln und Vollkorn-Haferflocken sind durch ihren hohen Ballaststoff-Gehalt eine gute Wahl. So lässt sich mit einer Schale Müsli locker der halbe Tagesbedarf decken – und das Hungergefühl tritt nicht so schnell wieder auf.

Quellen:

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (Hrsg.): Broschüre "Was sind Ballaststoffe?" 
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.): IN FORM. Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung


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"Mindful Eating" - Hilft es wirklich beim Abnehmen?

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Von Jennifer Fraczek

Aktualisiert am 16. September 2019, 13:57 Uhr

Es klingt wie ein neuer Lifestyle-Begriff: Mindful Eating. Gemeint ist aber bewusstes Essen - und das kann nach Meinung von Experten wirklich dabei helfen, den eigenen Stoffwechsel zu verbessern und auch Körpergewicht zu reduzieren.


"Kind, schling das Essen nicht so runter!“ ist ein Satz, den wahrscheinlich viele von uns schon von ihren Eltern gehört haben. Jetzt taucht er wieder häufiger auf, denn er ist Teil des sogenannten Mindful-Eating-Konzeptes. Dieses Konzept wird nicht nur auf Lifestyle-Webseiten angepriesen, es gibt auch immer mehr Kurse dazu.

"Mindful Eating zielt grundsätzlich darauf ab, das Essen bewusster wahrzunehmen“, erklärt der Ernährungsexperte André Kleinridders vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DifE) im Gespräch mit unserer Redaktion. Doch was bedeutet das konkret?

Die Harvard Medical School, also die medizinische Fakultät der renommierten Harvard-Universität, formuliert in ihren "8 Steps to mindful eating“ (also: 8 Schritte zum bewussten Essen) unter anderem folgende Empfehlungen: nur gesunde Lebensmittel einkaufen, Impulskäufe vermeiden, beim Essen mit kleinen Portionen anfangen, das Essen anschauen, bewusst riechen und schmecken und jeden Bissen 20- bis 40-mal kauen.

Dass Süßes glücklich macht, heißt nicht, dass es gesund ist

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Häufig ist zum "Mindful Eating“ auch zu lesen, dass man darauf achten solle, was der Körper gerade brauche. Sollte man also einfach nachgeben, wenn der Körper signalisiert: "Ich brauche jetzt ein Stück Kuchen"?

Nein, denn nicht alles, was der Körper einfordert, ist auch vernünftig. Dass er solche Signale überhaupt sendet, liegt daran, dass beim Essen zwei verschiedene Systeme in Aktion treten: das homöostatische, das eine Balance schaffen möchte zwischen dem, was dem Körper zugeführt wird und dem, was er tatsächlich braucht.

Und das psychologische, das sogenanntes Genussessen mit der Ausschüttung von Dopamin belohnt, das häufig auch als "Glückshormon“ bezeichnet wird.

Die Crux ist nun, dass besonders süße und fettige Nahrungsmittel den Dopaminausstoß fördern. Das heißt: Sie machen erst einmal glücklich. Allerdings haben sie meistens auch sehr viele Kalorien. Viel mehr, als der Körper in Energie umsetzen kann.

Evolutionäre Überbleibsel

Dass der Körper das Essen solcher Lebensmittel mit Dopamin belohnt, ist aus der Evolution heraus erklärbar. "Früher war Nahrung knapper, also war es durchaus wünschenswert, in kurzer Zeit viele Kalorien zu sich zu nehmen. Man wusste schließlich nicht, wann man das nächste Mal wieder an Nahrung kommt“, erläutert Kleinridders.

Hinzu komme, dass energie- und fettreiche Nahrung gut für die Fruchtbarkeit ist: "Es gibt einen Zusammenhang zwischen Fertilität und Fettgewebe, denn Fettgewebe produziert das Hormon Leptin, das sich positiv auf die Fruchtbarkeit auswirkt.“

Leptin hat aber auch noch eine weitere Funktion: Es zügelt den Appetit. Isst man jedoch zu viel fettreiches Essen, bleibt der Leptinspiegel auf Dauer hoch und der Körper entwickelt eine Resistenz. Das heißt: Er merkt nicht, wenn es genug ist, wenn man eigentlich schon satt ist. Einen ähnlichen Effekt gibt es auch beim Insulin, das für die Verarbeitung von Zucker verantwortlich ist.

Mindful Eating: Merken, wenn man satt ist

Doch was hat das alles mit Mindful Eating zu tun? Viel, denn beim Mindful Eating geht es nicht nur darum, was man einkauft und isst, sondern auch, wie man isst. Vor allem sollte man nicht "schlingen“. Denn wer schnell isst, gibt den Botenstoffen in seinem Körper nicht ausreichend Zeit, das Signal zu senden: Stopp, es ist genug, ich bin satt!

"Es dauert in etwa eine halbe Stunde, bis die Stoffwechselhormone Insulin und Leptin im Zentralen Nervensystem das Sättigungsgefühl regulieren können“, sagt Kleinridders. Folglich essen Schnellesser über das Sattsein hinaus - und damit oft mehr, als ihnen gut tut.

Wer sich mehr Zeit lässt, häufiger kaut und sich auf das Essen konzentriert, isst hingegen so viel, wie der Körper gerade braucht. Auf diese Art ist es einfacher, das Gewicht zu halten, oder gar zu reduzieren. "Ich denke, dass das Konzept des 'Mindful Eating' auch beim Abnehmen helfen kann“, so Kleinridders.

Positive Effekte durch Mindful Eating

Beispielsweise habe eine Studie der Idaho State University gezeigt, dass Menschen, die dieses Konzept ernst nehmen, weniger zu Impulskäufen neigen als andere. Und gerade bei Impulskäufen sind es oft ungesunde Dinge, die im Einkaufswagen landen – und nicht Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und andere mit vielen Ballaststoffen, die satt machen, ohne zu viel Kalorien zu haben.

Eine Untersuchung der University of California San Francisco hat darüber hinaus ergeben, dass Mindful Eating wohl positive Effekte auf Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker hat.

Langsames, bewusstes Essen hat aber noch eine andere schöne Seite: Denn wer beim Essen bei der Sache ist – und nicht etwa liest, mit dem Smartphone spielt oder anderweitig abgelenkt ist – bezieht all seine Sinne mit ein. Und wer sein Essen intensiver sieht, riecht und schmeckt, wird es mehr genießen können, als wenn es mit einem Happs hinuntergeschlungen wird.

Die größten Kalorienfallen bei Obst und Gemüse

Wer Gewicht verlieren will, setzt gern auf Obst und Gemüse. Doch nicht alle Sorten eignen sich zum Abnehmen. (Teaserbild: imago / fStop Images)

Verwendete Quellen:

  • Telefoninterview mit dem Leiter der DifE-Nachwuchsgruppe "Zentrale Regulation des Stoffwechsel“, André Kleinridders
  • Website der Harvard Medical School: 8 steps to mindful eating
  • Studie der Idaho State University: Mindful Eating Reduces Impulsive Food Choice in Adolescents and Adults (Researchgate)
  • Studie der University of California San Francisco (UCSF): Mindful Eating, Meditation May Lead to Better Metabolic Health


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